Moderne Brennwertkessel, Brennwerttechnik, Austauschpflicht Heizkessel und Fördermittel

Moderner Heizungsbau heißt jederzeit kompetent informieren über die aktuellste Technik des Heizungsbau.

Moderne Brennwertkessel, energiebewusstes Heizen
Moderne Brennwertkessel, energiebewusstes Heizen

Bevor eine neue Installation oder die Sanierungen Ihrer Heizungsanlage ansteht, wollen Sie kompetent und umfassend beraten werden.
Ist ein Kesseltausch und die Modernisierung zur Brennwerttechnik und die damit verbundene Aufwand die richtige Maßnahme oder würde die Investition in die Reparatur der bestehenden Heizanlage lohnen.

Die Frage, Modernisierung oder Instandsetzung, fachmännisch und mit Erfahrung beantwortet, kann Ihnen erhebliche Kosten sparen.

Dieser Artikel behandelt detailliert Fragen zum Thema Brennwerttechnik und Heizwertanlagen im Vergleich und soll Ihnen eine gute Orientierung geben.

Brennwerttechnik und Heizwertanlagen leicht erklärt vom Heizungsbauer

In einem Satz: Die moderne Brennwerttechnik nutzt die im Brennstoff gespeicherte Energie weitaus effizienter als die veraltete Heizwerttechnik.

Aussage, über die Wirtschaftlichkeit und der damit eingehenden optimalen Ausnutzung der Energie gibt der Wirkungsgrad und der Nutzungsgrad der eingesetzten Heizkessel und Heiztechnik. Wir versuchen mit einer einfachen Erklärung den Unterschied zwischen Brennwert- und Heizwerttechnik darzustellen. Der entscheidende Unterschied ist die Nutzung der im Abgas enthaltenen Wärmemenge.

Nutzungsgrad

Der Nutzungsgrad einer Energieanlage oder eines -gerätes setzt die in einer bestimmten Zeit nutzbar gemachte Energie zur zugeführten Energie ins Verhältnis.

Nutzungsgrad und Wirkungsgrad im Vergleich (Näherungswerte)

Die folgende Tabelle gibt nur beschränkt Auskunft, zeigt aber den wesentlichen Unterschied der einzelnen Techniken. Näheres zu Wirkungsgrad und Nutzungsgrad von Heizanlagen erklärt der oben velinkte Wikipedia Beitrag.

Heizwertanlage Brennwerttechnik
Konstanttemperaturkessel Niedertemperaturkessel
Nutzungsgrad 40,00% 80,00% 110,00%

Heizwertanlagen

Heizwertanlagen nutzen simpel ausgedrückt nur die während der Verbrennung freigesetzte Wärme. Die im Verbrennungsvorgang produzierten Abgase und die darin enthaltene nutzbare Energie wird nahezu ungenutzt an die Umwelt wieder abgegeben.
Konstanttemperaturkessel und Niedertemperaturkessel nennt man die bei Heizwerttechnik eingesetzten Heizkessel. Die Namen leiten sich aus der verwendeten Technik ab. Während schon der Niedertemperaturkessel ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem Konstanttemperaturkessel bietet, erfüllt dessen Nutzungsgrad nicht mehr die aktuellen Ansprüchen eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Umwelt. Dieser Anspruch spiegelt sich auch in den angepassten gesetzlich geforderten Normen wider.

Brennwerttechnik

Brennwerttechnik erfüllt die modernen Ansprüchen an Umwelt und Gesetz! Bei modernen Heizanlagen mit Brennwertgeräten wird nicht nur die unmittelbare Wärmeenergie, welche während der Verbrennung freigesetzt wird genutzt, sondern auch die Wärmeenergie des Abgases.

Das Abgas wird abgekühlt und die dadurch entstehende Kondensationswärme aus dem im Abgas enthaltenen Wasserdampf zusätzlich zum Heizen oder anderen Wärmebedarf genutzt. Das erhöht logischerweise den Nutzungsgrad. Die zur Wärmegewinnung eingesetzte Energien wie Brennstoff, Strom werden so von der Heizanlage rentabler genutzt.

Der Brennwertkessel setzt als Energiequelle fossile Brennstoffe wie Erdgas/Flüssiggas oder Heizöl ein.

Gesetzliche Bestimmungen zu modernen und bestehenden älteren Heizungsanlagen

Die EnEV (Energieeinsparverordnung) schreibt die Anforderungen für den Neubau von Heizanlagen sowie die Regelungen zu bestehenden Heizanlagen bindend fest. Für die Planung und zum Neubau, Umbau oder Reparatur von Heizungsanlagen sind die darin festgeschriebenen Verordnung unbedingt zu beachten. Schon deshalb ist der Rat des Fachmannes unablässig.

Im Fokus stehen der Umweltschutz und die eingegangenen nationalen und internationale Verpflichtungen zur allgemeinen Energieeinsparung. In der EnEV werden dementsprechend die Anforderungen an die Energienutzung festgeschrieben. Jahr für Jahr werden Regelungen ergänzt und mit dem Fortschritt in der Forschung zur optimalen Nutzung der vorhandenen Energieressourcen abgeglichen.

Für den Neubau sind Heizwertanlagen grundsätzlich nicht mehr zulässig. Für das neue Eigenheim oder anderen Neuimmobilien stehen unter anderem moderne Anlagen wie die Brennwerttechnik, Solaranlagen oder Wärmepumpe als Alternativen bereit

Für Bestandsanlagen die älter sind als 30 Jahre gilt seit 2014 generell, das alle Heizungskesseln gegen modernen Heizkesseln, beispielsweise Brennwertkessel, auszutauschen sind. Es gibt auch zahlreiche Ausnahmen. Ob Ihre Bestandsanlage die Auflagen für eine solche Ausnahme erfüllt, darüber sollte Ihnen, Ihr Heizungsinstallateur kompetente Auskunft geben.

Förderung vom Staat und Energieversorger für moderne Heizungsinstallationen

Es gibt verschiedene Förderungsmaßnahme für die Modernisierung und den Neubau von modernen energiesparenden Brennwertkessel.

Die KFW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert beispielsweise aktuell den Neubau und Modernisierung Ihrer Heizanlage mit zinsgünstigen Krediten. Damit unterstützt diese Bank den Umweltschutz und schont den Geldbeutel des verantwortungsbewussten Auftragsgebers.

Ihr Weg zur energieeffizienten Wärmeversorgung

Die KfW unterstützt mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen verschiedene Möglichkeiten, Immobilien auf eine energieeffiziente Wärmeversorgung umzustellen...

Auch Kommunen und Stadtverwaltungen entwickeln permanent Programme zur Förderung zu energiesparende Investitionen. Ob Ihre Stadt aktuell ein solches Programm hat und Sie für Ihr Projekt einer neuen oder zu renovierenden Heizanlage davon profitieren, erfahren Sie in Ihren Bürgerämtern.

Weitere Zuschüsse können Sie tatsächlich vom Energieversorger selbst erwarten. Für viele Anbieter von Energie werden solche Förderungen zur Kundenbindung als modernes Werkzeug des Marketing eingesetzt. Für den Verbraucher stellen solche Angebote finanzielle Vorteile dar und werden gern bei der Planung und Umsetzung des Kesseltausches auf Brennwerttechnik angenommen. Auf Anbieterseite helfen diese Angebote dem Umweltschutz. Im Endeffekt profitieren viele Seiten von der Offerte.

Bei der Planung und Kalkulation wird Ihnen mit Sicherheit Ihr Heizungsbauer über die verschiedenen Förderungen beratend unterstützen.

Kosten für Modernisierung oder Instandsetzung der Heizanlage

"Über den Daum gepeilt kostet die komplette Installation eines Brennwertkessel um die 5000 Euro"
Eine solche Aussage werden Sie von einem verantwortungsbewussten Heizungsinstallateur nicht bekommen. Zu viele Aspekte spielen dabei eine Rolle.

Vielmehr gilt es sich vor Ort ein Bild zu machen über den Umfang einer Neuinstallation einer Heizanlage mit Brennwerttechnik oder Modernisierung bzw. den Umbau von Heizwerttechnik auf den umweltfreundlicheren Brennwertkessel.

Einige Faktoren für die Feststellung einer korrekten Kalkulation von Heizungsinstallation bildet die folgende Liste ab:

  • benötigte Größe des eingesetzten Heizkessel
  • Qualität des Heizkessel und Garantien
  • Wartungsfreundlichkeit der neuen Heizanlagen
  • wiederverwendbare Installationen der Bestandsanlage (bei Modernisierung)
  • räumliche Begebenheiten für die Installation

Wartung und Folgekosten der beauftragten Installation

Folgekosten entstehen durch Wartung oder Reperatur der neuen oder modernisierten Heizanlage.

Wartungskosten Brennwertkessel

Sobald Ihre neue Heizanlage in Betrieb genommen ist, obliegt der Brennwertkessel im Intervall fachmännischer Wartung. Dazu zählt, eine regelmäßige Kontrolle der Einstellungen des Brennkessel und die nach Herstellerangaben durchzuführenden Wartungsarbeiten. Diese sollten unbedingt eingehalten werden, damit der Anspruch auf Garantie des Herstellers erhalten bleibt. Nach Ablauf der Herstellergarantie dient die Wartung des Brennwertkessels der Erhaltung seiner Effizienz und Betriebssicherheit.

Folgekosten Brennwertkessel

Neben den Wartungskosten können unter Umständen weitere Kosten entstehen. Erfahrungsgemäß sind diese Kosten meist mit dem Nachbau von Installationen verbunden, welche in Hinblick auf eventuelle Einsparungen bei der Neuinstallation der Brennwertanlage nicht erfolgt sind.
Sie können mit einer fachmännisch begleiteten Planung schon im Vorfeld sämtliccher Installationsarbeiten für die Reduzierung unnötiger und lästiger Folgekosten Ihrer neuen Heizungsanlage mit Brennwerttechnik beitragen!

Über den Autor

Thomas Schulzki legte 1994 erfolgreich seine Prüfung zum Handwerksmeister zum Heizungs- und Lüftungsbau vor der Handwerkskammer ab. Im folgenden Jahr gründete er seine Installationsfirma in Berlin, den Meisterbetrieb Thomas Schulzki.
Sein Handwerksbetrieb bietet den kompletten Service für den Heizungsbau und für Installationen von Sanitäranlagen in Berlin und Berlin/ Brandenburg.